Zeckenalarm – Achtung vor der gefährlichen Auwald-Zecke

Frühjahr, Sommer und Herbst sind die schönsten Jahreszeiten, mit dem Hund die Natur zu entdecken. Doch das ist auch die schlimmste Zeit, in der Vierbeiner – Hunde und Katzen – von Zecken gebissen werden können. Die gefährlichen Blutsauger lauern in Büschen und auf Gräsern, um sich auf die herumstreifenden Vierbeiner fallen zu lassen und dort festzubeißen.

Ihr gefährlichster Vertreter ist die Auwald-Zecke. Bis vor kurzem gab es diese Zeckenart nur in Österreich und Norditalien, jetzt aber befindet sie sich auf dem Vormarsch in den Norden. Hunde, die von ihr gebissen werden, können Hundemalaria oder „Babesiose“ bekommen, die meist tödlich verläuft. Dabei handelt es sich um eine durch „Babesia“ hervorgerufene Infektionskrankheit, die eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit Blutarmut zur Folge hat. Der Hund fühlt sich matt, hat Fieber, frisst nicht und verliert an Gewicht. Ist sein Urin dunkel oder blutig, ist Alarmstufe 1 angesagt und der Hund muss sofort zum Tierarzt oder in Tierklinik gebracht werden. Bleibt die Krankheit unbehandelt, stirbt das Tier elendig an Atemnot, Anämie und Nierenversagen. Katzen verkraften diese Krankheit offensichtlich besser als Hunde und zeigen oft trotz Infektion keine Symptome. Bei manchen, vor allem jungen Kätzchen unter drei Jahren, können jedoch dieselben Anzeichen wie beim Hund auftreten. Auch dann ist unbedingt und schnell der Tierarzt aufzusuchen. Andernfalls stirbt das Kätzchen.

Wie man Hund und Katze vor Zecken schützen kann

Außer der Auwald-Zecke, die man an ihrem weißlich marmorierten Rückenschild mit rot-orangen Rand erkennt, sind Zecken für Hund und Katz in der Regel ungefährlich, jedoch lästig.
Sehr wirksam gegen die Zeckenplage sind sogenannte Spot-on Zeckenschutz-Präparate oder Zeckensprays, die regelmäßig etwa alle vier Wochen im Nacken aufgetragen werden. Auch gibt es spezielle Halsbänder gegen Zecken. Sie sorgen dafür, dass sich weniger Zecken im Fell einnisten beziehungsweise töten diese ab. Trotzdem kann der Zeckenbefall nicht hundertprozentig verhindert werden. Deshalb sollten Hunde täglich auf Zecken abgesucht werden, bevor sie sich festsaugen können. Katzen entfernen sie meist selbst beim Putzen ihres Fells, doch kann der Kopf der Zecke in der Haut stecken bleiben. Dieser kann mit einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenpinzette leicht entfernt werden, indem man die „Zähne“ der Zecke mit der Zange greift und solange dreht, bis sie loslässt. In welche Richtung gedreht wird, spielt überhaupt keine Rolle. Als sehr praktisch haben sich Zeckenhaken erwiesen, mit denen die Zecke ganz einfach und schmerzlos herausgehebelt wird – ganz ohne drehen. Wichtig ist, den Körper der Zecke nicht zu quetschen und damit den erregerhaltigen Speichel austreten zu lassen. Auf keinen Fall sollten Öle, Nagellack oder Klebstoffe auf die Zecke aufgetragen werden! Ratsam ist es, den Hund oder die Katze bei dieser Prozedur von einer zweiten Person festhalten zu lassen. Zecken sind sehr hart im Nehmen und können sogar ohne Nahrung mehrere Jahre überleben. Deshalb sollte man sie nach dem Entfernen unbedingt abtöten. Sollte man den Kopf nicht mit erwischt haben und er bleibt stecken, kann dieser in der Tierarztpraxis entfernt werden oder die Stelle wird lokal mit einer antibiotischen Salbe behandelt. Nach einigen Tagen fällt das Überbleibsel der Zecke von alleine ab. Keine Angst: der Kopf wandert nicht in den Körper des Hundes oder der Katze.

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