Wasserschildkröten im Aquaterrarium

Wer überlegt sich eine Wasserschildkröte anzuschaffen, sollte sich im Voraus ausreichend Informieren. Dieser Artikel stellt eine kleine Grundlage zum Aufbau von Basiswissen über die Anschaffung einer Wasserschildkröte dar und erläutert die Eigenheiten eines ganz besonderen Haustiers. Die passende Ausstattung für eure Gefährten findet ihr in unserem Terrarium- und Aquariumshop.

Urtümliche Reptilien

Schildkröten gehören erdzeitlich zu den ältesten Lebewesen auf unserem Planeten. Sie würden auch noch problemlos weitere Millionen Jahre unsere Teiche und Meere bevölkern, wenn der Mensch ihren Lebensraum bewahrt. Richtige Reptilienliebhaber sind sich dessen bewusst und wissen, dass die heimische Schildkrötenhaltung mit großem Respekt und einer langfristigen Verantwortung gegenüber diesen eindrucksvollen Lebewesen verbunden ist. Reptilienexperten raten Terrarien-Neulingen, beim Kauf einer Wasserschildkröte deren Lebensdauer nicht zu unterschätzen. Das Alter von im Wasser lebenden Schildkröten variiert von Art zu Art, aber über 50 Jahre sind auch bei kleinen Exemplaren nicht ungewöhnlich. Die Anschaffung von Wasserschildkröten ist also eine Angelegenheit, die wohl überlegt sein will.

Wasser und Land

Wasserschildkröten werden in Aquaterrarien gehalten, in denen ihnen sowohl ein Wasserbecken zum Untertauchen als auch ein Stück Land zum Ausruhen zur Verfügung steht. Das Anlegen dieser Behausung ist die wohl wichtigste Vorbereitungsmaßnahme vor dem Kauf der Tiere. Eine sehr einfache Möglichkeit den Landteil zu gestalten, ist eine Korkröhre welche zwischen der Front- und Rückscheibe des Aquariums eingeklemmt wird. Wichtig dabei: Die Röhre muss groß genug sein, damit sie weit genug aus dem Wasser ragt, gleichzeitig müssen die Schildkröten sie gut erreichen können. Eine Heizung sorgt für eine angenehme Wassertemperatur und eine starke UV-Lampe, die auf den trockenen Teil gerichtet ist, ermöglicht es den Tieren, sich tagsüber zu sonnen. Wer einen Gartenteich besitzt, kann manche Wasserschildkrötenarten im Sommer auch dort schwimmen lassen. Natürlich muss man vorher entsprechende Vorkehrungen treffen, die verhindern, dass die Tiere in die hiesige Natur gelangen können, in der sie nicht beheimatet sind. Nur die bei uns heimische europäische Sumpfschildkröte kann auch ganzjährig im Teich leben. Sie ist allerdings streng geschützt und darf nur mit den entsprechenden Papieren erworben und gehalten werden.

Ernährung

Wasserschildkröten sind anspruchsvoll in ihrer Ernährung und wollen abwechslungsreich fressen. Ihre Nahrung sollte sowohl aus pflanzlichen als auch aus tierischen Komponenten bestehen. Es wird eine Vielzahl von Futtersorten für Wasserschildkröten angeboten. Beliebt sind beispielsweise schwimmende Pellets oder aber ein Naturfutter-Mix. Bei der Auswahl ist entscheidend, um welche Schildkrötenart es sich handelt und was das individuelle Tier bevorzugt frisst. Wichtig für ein gesundes Wachstum ist auch die Gabe von Kalk, der in Form von Sepiaschalen im Aquarium schwimmen oder mit speziellen Präparaten dem Futter beigemischt werden kann. Übrigens: Je älter Wasserschildkröten werden, desto mehr bevorzugen sie in der Regel vegetarische Nahrung.

Überwinterung

Viele Schildkrötenarten brauchen Winterruhe. Das heißt, sie müssen in den kalten Monaten eine Auszeit bekommen, in der sie sich in ihren Panzer zurückziehen. Dies ist unter anderem wichtig fürs Wachstum und den Hormonhaushalt. Die Überwinterung muss unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, das bedeutet eine regelmäßige Überprüfung der Raumtemperatur. Eine vorherige Untersuchung durch einen Tierarzt ist auch zu empfehlen. Üblicherweise überwintern Schildkröten in einem kühlen Keller, es ist aber auch im Kühlschrank möglich. Allerdings sollte der dann nicht mehrmals am Tag geöffnet werden da die Tiere sonst nicht zur Ruhe kommen.

(Quelle: Heimtierjournal)

 

 

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