Was man beim Freilaufgehege für Kaninchen und Hasen beachten sollte

Wenn es Frühling wird

Kaninchen und Hasen freuen sich auf den Frühling. Denn wenn es draußen schöner wird und die Sonne am blauen Himmel scheint, dann sind die niedlichen Nagetiere mit den Schlappohren in ihrem Element. Deshalb sind sie im Sommer am besten in einem Freilaufgehege aufgehoben, wo sie nach Herzenslust hüpfen und rennen können, Hacken und Kapriolen schlagen und Männchen machen dürfen. Allerdings sollte man die Tiere auf keinen Fall zu früh raus in die Natur lassen, sondern erst wenn der Boden ausreichend erwärmt und absolut trocken ist. Denn Nässe können die sensiblen Tierchen gar nicht gut vertragen. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass sie sich keine Erkältung zu ziehen, hilft es Rindenmulch im Freigehege zu verteilen. Im Handel gibt es viele Angebote an Freigehegen. Als Faustregel gilt: Jedem Tier sollten etwa sechs Quadratmeter Lauffläche zur Verfügung stehen, um sich wohl zu fühlen. Ganz wichtig ist eine sichere Einzäunung, am besten mit Maschendraht, der tief im Boden verankert ist. Denn Kaninchen und Hasen sind wahre Buddelmeister und sind dann schnell entwischt. Deshalb tut man gut daran, das Freigehege regelmäßig auf unterirdische Tunnelbauten zu inspizieren. Es gibt eine Vielzahl von baulichen Vorkehrungen, die das Ausbüchsen der fleißigen Grabenbauer verhindern – angefangen von der Vergitterung der Erdoberfläche über die unterirdische Vergitterung oder das Auslegen von Betonplatten sowie von Rasenglittersteinen.

Gute Pflege ist wichtig

Ganz wichtig ist, dass die Kaninchen vor Sonne und Hitze, Wind, Regen und Kälte Schutz finden und Orte haben, an denen sie sich zurückzuziehen und schlafen können. Es sollte immer ausreichend Futter, vor allem frisches Heu, und Trinkwasser zur Verfügung stehen. Das Gras allein reicht nicht aus, um zu sättigen. Freilaufen macht zudem besonders durstig. Kaninchen trinken im Freigehege bis drei mal so viel wie im Stall.
Der Futterplatz wie das gesamte Gehege sollte stets sauber gemacht werden. Optimal ist, wenn das Gehege jeden Tag versetzt werden kann. Das erspart eine Menge Arbeit bei der Hygiene. Denn bei einem mobilen Gehege können sich die Ausscheidungen der Tiere auf natürliche Weise zersetzen. Sie sind sogar ein guter Dünger. Ein großer Vorteil: die Kaninchen sind ein praktischer Ersatz für den Rasenmäher. Steht nicht genügend Rasenfläche zur Verfügung, um das Gehege regelmäßig Stück für Stück weiter zu rücken, dann kommt man um die Reinigung nicht herum. Wird der Boden nicht regelmäßig von den Exkrementen gesäubert, machen sich schnell Parasiten und Krankheitserreger breit und die Tiere erkranken. Die Gesundheit und vor allem die Freude der Tiere am Herumtollen sollte das wert sein.

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