Meerschweinchen in der Außenhaltung

Keine Angst vor Väterchen Frost

Die nächtlichen Temperaturen kündigen bereits länger den nahenden Winter an. Wo in den Häusern Heizungen während der kalten Stunden für wohlige Wärme sorgen, möchten unsere geliebten Meerschweinchen im Außengehege einen ähnlichen winterlichen Luxus erleben. Denn noch erwarten uns einige kühle Monate bevor die Sonne mit ihrer Wärme die ersten Frühlingsknospen sprießen lässt.

Ihre Meerschweinchen konnten sich in den letzten Monaten nach und nach an das Wetter und das Leben in der freien Natur gewöhnen. Nur dadurch kann eine Umstellung auf richtig frostiges Wetter problemlos verlaufen. Nichts desto trotz gibt es einige Dinge zu beachten, um Ihre Vierbeiner sicher durch den Winter zu bringen.

 

Optimale Winterbedingungen schaffen

Stellen Sie das komplette Gehege samt Unterschlupf an einem möglichst wind- und regengeschützten Platz auf.

Ihre Bande braucht ein geräumiges, massives Schutzhaus, in der sie vor Wind und Wetter geschützt ist. Kleine Unterschlüpfe können den Wetterbedingungen nicht standhalten. Das Haus muss Schnee und Kälte trotzen können und darf keine Feuchtigkeit einlassen. Die Schlafkabinen der Schweinchen sollten separat und besonders gepolstert sein. Der Rest der Hütte kann mit einer großzügigen Bodenfläche pro Tier und etwas mehr Höhe ausgestattet sein. Zudem ist es wichtig, dass das Innere des Hauses zugluftfrei gehalten wird, so dass die Luft gut zirkulieren kann. Als wärmendes Material sollte der Innenraum gut mit Stroh und Heu ausgepolstert werden. Zieht die Kälte aus dem Boden in die Hütte kann das zu Erkältungen führen.

Nur Aktivität hält länger warm. Bieten Sie Ihren Meerschweinchen einen großzügigen und abwechslungsreich gestalteten Freibereich, in dem sie sich warm spielen können. Achten Sie darauf, dass die Bereiche möglichst trocken bleiben und etwas Schutz vor Wind bieten. Meerschweinchen ohne Bewegung kühlen schnell aus und können erfrieren.

Bei Schnee und länger anhaltendem Regen sollten Sie einen Teil des Geheges überdachen, um ihn trocken zu halten.

Um wetterbedingt feucht gewordenes Fell wieder trocken zu bekommen, können Sie einen geschützten Bereich mit einer Wärmelampe ausstatten. Achten Sie dabei auf Sicherheit für Strom und Temperatur.

 

Tägliche Kontrolle ist das A und O

Mindestens zwei Mal täglich sollten Sie sich Zeit für einen Kontrollgang nehmen. Dabei ist es wichtig Routine zu entwickeln, um nichts zu übersehen. Kontrollieren Sie, ob das Trinkwasser frisch und vor allem nicht gefroren ist. An sehr kalten Tagen muss das Wasser öfters getauscht werden. Benutzen Sie lauwarmes Wasser, damit es nicht zu schnell gefriert. Stellen Sie den Napf an eine möglichst geschützte Stelle, an der er dem Wind nicht ausgesetzt ist. Er sollte jedoch nicht im ausgepolsterten Schlafbereich stehen, da ansonsten die Einstreu nass werden lassen könnte. Nippeltränken müssen besonders häufig kontrolliert werden, weil die schmalen Metallrohre schnell zufrieren. Im Fachhandel gibt es Wärmeplatten, die mit entsprechender Absicherung unter Näpfen eingebracht werden können.

Heu und Stroh in der Schutzhütte müssen täglich auf Feuchtigkeit kontrolliert werden. Nasser Untergrund bekommt den Meerschweinchen nicht und macht sie krank. Entfernen Sie feucht gewordene Streu regelmäßig, dazu zählt vor allem die Urinecke.

Kontrollieren Sie den Gesundheitszustand aller Tiere. Kränkliche Meerschweinchen sollten in die Wohnung geholt werden und dürfen für den Rest des Winters nicht mehr nach draußen, da sie sich auf Wohnungstemperatur umgestellt haben. Aus dem gleichen Grund sollten auch gesunde Meerschweinchen nicht zum Freilauf in den beheizten Bereich geholt werden.

Frischfutter sollte nur in kleinen Mengen und dafür mehrfach täglich verfüttert werden, wenn es knackig kalt ist. Gefrorenes Saftfutter beim nächsten Kontrollgang aus dem Gehege entfernen.

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