Katzenhygiene

Katzen bestehen auf Sauberkeit und das in jeder Hinsicht: Für die Körperpflege nehmen sie sich täglich mehr als drei Stunden Zeit und mit ihrem feinen Näschen entscheiden sie höchst eigenwillig, was sie gerne riechen und was ihnen, im wahrsten Sinn des Wortes, stinkt.

Was unseren Stubentigern „stinkt“

Der Geruchssinn einer Samtpfote ist erheblich besser als der ihres Besitzers: Während sich hinter ihren kleinen Nasenlöchern ein Riechfeld von etwa 40 Quadratzentimetern befindet, ist das des Menschen nur halb so groß. Besonders an seinem „stillen Örtchen“ macht ein Tiger bezüglich der Hygiene keine Kompromisse. Steigt ihm hier ein unangenehmer Geruch in die Nase, verweigert er konsequent die Nutzung und sucht sich stattdessen einen anderen Platz, um seine Notdurft zu verrichten. Um eine solche Protestreaktion zu verhindern, muss das „Personal“ einige Putztipps befolgen.

Katzenfutter: immer der Nase nach

Der Duft einer Mahlzeit entscheidet, ob eine Samtpfote sie anrührt oder auf stur schaltet. Denn erst wird geschnüffelt und dann gefressen. Manchmal verweigern ältere Tiere, die nur noch schlecht riechen können, deshalb die Nahrung. Futtermittelhersteller wissen genau, dass der Duft entscheidet. Daher achten sie bei der Entwicklung von Produkten nicht nur auf neue Geschmacksrichtungen, sondern wollen Katzen mit appetitanregenden Duftstoffen verführen. Jeder Besitzer weiß, dass dies nicht immer gelingt, weil sein Tiger äußerst eigenwillig entscheidet, ob ihm der Duft des neuen Futters gefällt oder er sich empört abwendet. Während manche Mieze etwa bei Fischgeruch angerannt kommt, weigert sich die andere hartnäckig, auch nur einen Bissen zu probieren. Damit sie zunächst einmal überhaupt am Futternapf erscheint, gelten für ihren „Dosenöffner“ einige Hygienestandards:

• die Napfunterlage sollte nicht nur rutschfest, sondern auch stets sauber sein

Näpfe aus Edelstahl oder Keramiknäpfe sind sehr praktisch, da diese heiß spülbar sind

• zur Reinigung nur Wasser verwenden

• Futterreste regelmäßig entfernen, denn verkrustete Reste, die übel riechen, verderben der Katze nicht nur den Appetit, sondern stellen auch ein Gesundheitsrisiko dar, weil sich nicht nur im Sommer schnell Bakterien einnisten können

• aus einem Wassernapf, in dem noch Trockenfutterstückchen schwimmen, trinkt die Katze nicht

Sauber und gemütlich

Nach einer Mahlzeit macht der Tiger zu gerne ein Nickerchen auf einem Katzen Liegeplatz. Auch hier verlangt er ein gewisses Maß an Sauberkeit. Für waschbare Kissenbezüge sollte ein mildes Waschmittel zur Reinigung regelmäßig verwendet werden. Dies macht dem Menschen die Arbeit leicht und seinen Liebling glücklich. Wie sehr sie sich auf ihr Näschen verlassen, zeigt sich bei Katzen auch in ihrem Sozialverhalten, beschnuppern sie ihren Menschen doch ausgiebig zur Begrüßung. Bei der Auswahl ihres neuen Besitzers beweisen viele Samtpfoten ebenfalls einen „guten Riecher“ und wer täglich einen Tiger um sich hat, der weiß: Seine kleine Nase leistet ihm nicht nur hervorragende Dienste, sondern ist außerdem ein sehr niedliches Detail in seinem Gesicht.

(Quelle: Carola Bott, HTJ 83/12)

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