Das beste Katzen Nassfutter – richtig entscheiden!

Fast jeder Katzenfutter-Hersteller wird sein Futter werblich als qualitativ hochwertig und besonders gut anpreisen. Doch welches Katzenfutter ist wirklich gut? Welches Futter ist vielleicht von minderer Qualität oder welchen Preis muss man als Katzenbesitzer eigentlich wirklich zahlen? Ist teures Futter immer besseres Futter? Was benötigt eine Katze und was schadet der Katze vielleicht sogar? Alles sehr spannende Fragen, die hier natürlich nur ansatzweise beantworten werden können. Nicht wenige Katzenfuttertests scheinen von den Herstellern selbst oder verwandten Unternehmen beauftragt (und gesponsert?) worden zu sein.

Was ist bei einem Katzen-Nassfutter wichtig?

Da Katzen reine Fleischfresser (Carnivoren) sind, sollte zuerst natürlich möglichst viel „echtes Fleisch“ enthalten sein. Schauen Sie auf die Deklaration wie viel Fleisch von welchem Tier in welcher Qualität in dem Katzenfutter Ihrer Wahl enthalten ist. Die erstgenannten Zutaten sind am meisten enthalten. Somit ist die Liste i.d.R. mengenmäßig von oben nach unten sortiert. Katzenfutter kann man leider auch mit ganz wenig „echtem Fleisch“ mit Hilfe von Getreideabfällen, Füllstoffen, Wasser, Geschmacksverstärkern, künstlichen Vitaminen, Emulgatoren, Farbstoffen und sogar Zucker mit Enzymen so aufbereiten, dass es letztlich tatsächlich nach echten Fleischstückchen aussieht.

Die als Nebenerzeugnisse deklarierten Bestandteile können im Idealfall z.B. frische Leber oder frische Hühnerherzen sein, aber leider auch oft nur minderwertige Schlachtabfälle – ggf. sogar von kranken Tieren und Kadavern – sein.

Was unbedingt wenig oder am besten gar nicht im Futter enthalten sein sollte ist Zucker (z.B. Saccharose, Galactose, Glucose u.v.m.), Getreide, Reis, Soja, Mais und pflanzliches Eiweiß. Katzen sind von der Natur als Fleischfresser mit einem kurzen Darm vor allem zum Verdauen von Fleisch ausgestattet. Ein geringer Gemüseanteil unter 10% sollte nicht problematisch, sondern nach Expertenmeinung sogar gut sein.

Die Mischung macht´s.

Eine gesunde und artgerechte Katzennahrung besteht aus einer bestimmten Mischung von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Um diesen Bedarf an lebenswichtigen Inhaltsstoffen abzudecken, ist es ratsam, Qualitätsfutter zu verwenden, denn hochwertiges Fertigfutter liefert in den verschiedenen Geschmacksrichtungen die optimale Ernährung, die ein Tier benötigt. Stiftung Warentest hat jetzt 25 Nassfutter getestet, umfangreich analysiert und die Ergebnisse veröffentlicht.

Drei der Testsieger kamen mit einem Urteil „sehr gut“ aus dem Sortiment von kitekat, Sheba und Whiskas.

Zum Schluss noch 3 Tipps:

„100% aus frischen Fleisch“ bedeutet nicht unbedingt, dass das Futter aus 100 % frischem Fleisch bestehen muss. Es bedeutet nur, dass das enthaltene Fleisch zu 100% frisch ist. Das kann in vielen Fällen z.B. auch auf einen Fleischanteil von nur 5% zutreffen.

Bitte niemals rohes Schweinefleisch an die Katze verfüttern, da es gefährliche Krankheiterreger enthalten kann.

Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig. Eine Ernährung nur mit Trockenfutter ist relativ einfach und vollwertig, eignet sich aber nicht immer als Alleinfutter. Da der Nahrung die Feuchtigkeit entzogen wurde, müssen die Tiere viel trinken, um die fehlende Flüssigkeit auszugleichen. Sollten Sie also statt auf Nassfutter allein auf Trockenfutter setzen, bitte immer einen mit Wasser gefüllten Napf oder Trinkbrunnen anbieten.

9 Gedanken zu „Das beste Katzen Nassfutter – richtig entscheiden!

  • 10. September 2017 um 10:41
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    Sehr interessanter Artikel. Nur das Ergebnis der Stiftung Warentest überrascht mich dann doch etwas, da in den Whiskas- und kitekat-Nassfutterbeuteln, die wir in der Auswahl da hatten auch immer Zucker drin war.

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  • 10. September 2017 um 07:46
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    Ich fütter nur ab 60% Fleischanteil aufwärts. Viele wissen es einfach nicht. Ich war damals auch nicht besser. Denn es sieht ja auch alles aus wie Fleisch. Aber wenn man dann mal auf die Inhaltsstoffe schaut, erschrickt man. 4% Fleisch bei Kittekat und Co. Da zu noch Zucker. Mein letzter Kater erkrankte dann an Diabetis und wurde Insulin pflichtig. Das war keine schöne Sache. Deswegen wurde sein Nachfolger direkt komplett anders gefüttert. Teurer ist es am Ende auch nicht. Denn sie brauchen da von viel weniger und es kommt auch weniger am anderen Ende raus.

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  • 12. Mai 2017 um 16:11
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    Guter Artikel über Futter hier, von der Stiftung Warentest kann man das aber nicht behaupten.

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  • 11. Mai 2017 um 17:19
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    Immer wieder Überraschungen. Bei jedem neuen Test. Schade, daß mein Katzenfutter nicht getestet wurde. Ich werde in Zukunft die Inhaltsstoffe und vor allem den Fleischanteil aufmerksam studieren. Danke für diese Anregung.

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  • 11. Mai 2017 um 11:55
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    Ich wundere mich gerade sehr, wie man auf der einen Seite solch einen Artikel schreiben kann, den ich gut finde und gleichzeitig explicit darauf hinweisen kann, dass Kitekat und Whiskas beim Katzenfuttertest mit „sehr gut“ abgeschnitten haben.
    Auch wenn man diesen Müll verkaufen muss/will, könnte man zumindest seine Werbung auf hochwertige Marken beschränken und nicht die Volksverdummung noch unterstützen.

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    • 11. Mai 2017 um 12:03
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      Liebe Frau Hoffmann, wenn es möglich gewesen wäre, hätten wir gerne den gesamten Test auf unseren Seiten online gestellt, damit man sich komplett ein eigenes Bild machen kann. Generell fiel uns in der Vergangenheit immer wieder mal auf, dass auch hochwertige Marken teilweise nicht mal befriedigende oder ausreichende Testergebnisse erreichen. Vielleicht sollten wir zukünftig ganz darauf verzichten auf externe Tests hinzuweisen. Vielen Dank für Ihren Gedankenanstoß. Eine schöne Restwoche wünscht Ihnen Ihr tiierisch.de team.

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  • 10. Mai 2017 um 22:38
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    Kitekat, sheba und Whiskas haben einen Fleischanteil von 4%, und die bekamen das Urteil „sehr gut“. Das widerspricht sich aber mit der Aussage, dass Katzen Carnivoren sind.
    Rohes Fleisch soll man auch nicht verfüttern, so ein Quatsch, ich barfe meine Katzen, und sie sind kerngesund.
    Es tut mir leid, Ihre Seite zu lesen, macht keinen Spaß. Einige Sachen treffen zu, aber wenn ich Kitekat, ect. lese, stellen sich meine Nackenhaare.

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    • 11. Mai 2017 um 11:55
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      Hallo Frau Zak, vielen Dank für Ihren Kommentar und dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben. Natürlich sollte es statt „niemals rohes Fleisch an Katzen verfüttern“ heißen „niemals rohes Schweinefleisch an Katzen verfüttern“. Das wurde jetzt im Text bereits korrigiert. Es freut uns, wenn Ihre Katzen kerngesund sind. Das ist das Wichtigste. Zum Barfen selber sei erlaubt darauf hinzuweisen, dass es grundsätzlich zumindest auch genauso die Ansicht/Meinung gibt, dass eine reine Fleischfütterung allein langfristig nicht ganz optimal ist, da die Katze als Fleischfresser die ganzen Beutetiere frisst und somit neben Muskelfleisch noch Kohlenhydrate, Fett, Mineralstoffe, Vitamine und andere Stoffe aufnimmt. Das Testergebnis und das angewendeten Testverfahren (Kategorisierung/Gewichtung) der Stiftung Warentest möchten wir nicht kommentieren. Im Forum der Stiftung Warentest selbst besteht die Gelegenheit direkt zum Test konkrete Fragen zu stellen (und von der Stiftung Warentest Antworten zu erhalten), wovon bisher schon rege Gebrauch gemacht wurde. Weiterhin alles Gute für Sie und Ihre vierbeinigen Freunde. Ihr tiierisch.de Team

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  • 10. Mai 2017 um 17:26
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    Danke für den interessanten Beitrag, habe mir meine Dosen und Tüten mal angeguckt. Ich glaube das billige Katzenfutter ist nicht schlechter als das teure. Jedenfalls nicht grundsätzlich. Ich füttere seit Jahren bei unseren ganzen Katzen aber trotzdem die bekannten Qualitätsfutter Whiskas und Royal Canin, manchmal auch noch Happy Cat und ich bin sehr zufrieden. Liebe Grüse Doris P.

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