Öko-Aquarien

Mit ihrer einzigartigen Atmosphäre verwandeln Aquarien jeden Wohnraum in etwas ganz Besonderes. Die zahlreichen Gestaltungsideen für verschiedene Lebensraumbecken, die beeindruckenden Bewohner und die Pflanzenwelt unter Wasser machen Lust auf das Hobby Aquarium. Doch in Zeiten steigender Energiekosten ist ein Blick auf energiesparende und umweltschonende Maßnahmen durchaus erlaubt.

Kleine Maßnahme – große Wirkung

Doch wo und wie lässt sich rund um das Aquarium Energie einsparen, ohne dass sich diese Maßnahmen negativ auf die Unterwasserlandschaft und seine Bewohner auswirken?
Um diese Frage zu beantworten, gilt es einen genaueren Blick auf die technische Gerätschaft des Biotops zu werfen, denn der hohe Energieverbrauch wird hauptsächlich durch Beleuchtung, Beheizung und Filterung verursacht.

Beheizung von Aquarien

In der Regel liegt die Wassertemperatur in beheizten Aquarien mit 22 bis 28 Grad über der angrenzenden Zimmertemperatur, die durchschnittlich 20 Grad beträgt. Gleichzeitig wird über die Aquarienscheiben und die Wasseroberfläche ständig Wärme an die Umgebung abgegeben. Damit die Wassertemperatur trotz dieses Effekts konstant bleibt, muss der Verlust durch Beheizung mittels Aquarien-Heizer permanent ausgeglichen werden. Hier kann eine sinnvolle Wärmedämmung für erhebliche Einsparungen beim Stromverbrauch sorgen. Die Isolierung ist sehr einfach selbst anzubringen. Dazu benötigt man Polystyrolplatten, die an Rückwand und/oder Seitenwand direkt auf die Aquarienscheiben angebracht werden. Mit Hilfe von Klebeband wird die ca. 2 cm dicke Platte umlaufend abgedichtet. Bemalt oder beklebt ist diese ein dekoratives Element mit nachhaltiger Wärmedämmfunktion!

Sinnvoll und energiesparend

Die offene Wasseroberfläche in Aquarien ohne Abdeckungen führt zu hohen Wasserverdunstungen und entzieht dem Aquarium zugleich die notwendige Wärme. Ein erheblicher Energieverlust, denn die verloren gegangene Wärme muss durch die Aquarienheizung kompensiert werden. Eine Abdeckscheibe oder eine Komplettabdeckung – beispielsweise mit integrierter Beleuchtung – schafft hier Abhilfe und ist zugleich eine effektive Maßnahme des Energiesparens.

Beleuchtung im Aquarium

Würde für einen Fischbesatz bereits eine leichte Beleuchtung ausreichen, so ist für die Erzeugung der Photosynthese, die Voraussetzung für gesundes Pflanzenwachstum, eine optimale Beleuchtung im Aquarium unerlässlich. Wie viel Licht in einem Aquarium benötigt wird, hängt also unweigerlich von den zu pflegenden Pflanzen im Aquarium ab. Zu den gängigen Beleuchtungstypen zählen Leuchtstoffröhren (Neonröhren), die als Typen T8 und T5 sowie in Form von Energiesparlampen erhältlich sind. HQL- und HQI-Brenner sind  sogenannte Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, die eine hohe Energieeffizienz besitzen und vorwiegend bei hohen Aquarien zum Einsatz kommen. Aquarium LED-Lampen sind am energiesparendsten, denn gegenüber normaler Röhrenbeleuchtung lässt sich bis zu 90 Prozent an Strom sparen. Im Anschaffungspreis nicht sehr preiswert, besitzen sie dafür eine Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren – fünfmal länger als die herkömmlichen Leuchtstoffröhren.

Filterung im Aquarium

Im Vergleich zur Beleuchtung ist der Stromverbrauch von Filtern zwar geringer, aber auch hier lohnt es sich, über eine mögliche Leistungsoptimierung den Energieverbrauch zu reduzieren. Aquarienfilter dienen generell dazu, dass das Wasser bewegt und mithilfe des Filtermediums gereinigt wird. Ein notwendiger Vorgang, um den Bewohnern und Pflanzen eine gute Wasserqualität zu garantieren. Förderdruck und -menge sind dabei auf die unterschiedlichen aquaristischen Bedürfnisse abgestimmt, jedoch kann der Verbrauch bei gleicher Fördermenge deutlich variieren. In der Regel verbraucht ein Motor-Innenfilter weniger Energie als ein Motor-Außenfilter.

(Quelle: Heimtierjournal)

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