Erlebniswelt Aquarium

Eine faszinierende bunte Unterwasserwelt gleich neben dem Sofa? Nichts einfacher als das. Ein guter Aquarianer zu werden, ist nicht schwer. Bei der Einrichtung müssen allerdings ein paar Regeln beachtet werden.

Eine eigene Erlebniswelt ganz für sich

Knallige Neonsalmler, lebendgebärende Guppys, edle Schleierschwänze und eindrucksvolle Diskusfische oder Skalare, die geschmeidig durchs Wasser segeln – mit der Anschaffung von einem eigenen Süßwasser Aquarium erfüllen sich viele Menschen einen Traum. Wer möchte als Aquaristik-Neuling da nicht gleich nach dem Kauf seines Beckens mit dem Einsetzen der Fische beginnen? Ein verständlicher Gedanke und zugleich ein ganz typischer Anfängerfehler. Bevor die Unterwasserbewohner einziehen dürfen, muss das Aquarium in jedem Fall fertig eingerichtet und mit Wasser, Pflanzen und Bodengrund aus dem Aquarium Shop befüllt sein. Dieses sogenannte Einfahren hat den Zweck, gesunde Wasserwerte und notwendige Bakterienkulturen zu etablieren und kann bis zu drei Wochen betragen. Denn solange dauert es in etwa, bis aus Leitungswasser Aquarienwasser wird, da Inhaltsstoffe wie Chlor oder Kupfer in reinem Leitungswasser für Fische wie Pflanzen absolut gesundheitsschädlich sind. Optimales Wasser für das heimische Becken ist also mehr als nur Leitungswasser und nur seine spezielle Zusammensetzung schafft die passenden Bedingungen für das gesamte Leben im Aquarium. Vorbild und Grundlage für jedes Aquarium zuhause sind daher die Wasserwerte in den Heimatländern der verschiedenen Fischarten. Je mehr der Aquarienbesitzer diesen natürlichen Lebensraum simulieren kann, desto optimaler sind die Voraussetzungen für das Leben im Wasserbecken.

Wasser aufbereiten & kontrollieren

Spezielle Wasseraufbereiter neutralisieren die Stoffe wie Chlor und Kupfer und bieten einen wichtigen Schutz für die gesamte Unterwasserlandschaft. Um ein gutes Einfahren des Beckens zu gewährleisten, kommen zusätzlich sogenannte Bakterienstarter zum Einsatz. Diese verkürzen die Einfahrphase enorm. Für die Überprüfung der Wasserwerte empfiehlt sich die Durchführung eines Analyse Tests. Diese regelmäßigen Wasserchecks sind wichtig und zeigen in kürzester Zeit die genauen Werte an, sodass bei möglichen Unregelmäßigkeiten jeder Aquarianer schnell handeln kann, um das Gleichgewicht im Becken wieder herzustellen. Alles zur Wasserpflege und eine Vorstellung der verschiedenen Analysetests könnt ihr hier nachlesen.

Gekonnt einrichten

Weniger ist mehr, so lautet die Devise beim Ausgestalten der Wasserwelt. Statt das Becken zu überfrachten, lohnt es sich, optische Schwerpunkte zu setzen und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Fische zu achten. So benötigen Bodenbewohner in ihrem Aquarium Felsen und niedrige Pflanzen sowie gegebenenfalls zusätzliche Aquarium Kunstpflanzen. Auch Sand und Aquarium Holz gestalten ihren Lebensraum interessanter. Für Höhlenbewohner sind entsprechende Unterschlupfmöglichkeiten einzuplanen, beispielsweise ein Aquarium Keramik Haus. Manche Fische halten sich hauptsächlich an der Oberfläche des Aquariums auf und ihnen werden Schwimmpflanzen angeboten, die an der Wasseroberfläche treiben und den Tieren zugleich Schutz und Ablaichmöglichkeit bieten.

Grüne Lunge des Aquariums

Als Sauerstoffproduzenten erfüllen Aquarienpflanzen wichtige Aufgaben für die Wasserqualität im Becken. Zusammen mit den Bakterien im Bodengrund bilden sie einen leistungsfähigen Reinigungskreislauf. Sie helfen dabei, den Urin und Kot der Fische sowie Schadstoffe abzubauen. Ohne Pflanzen können Fische krank werden. Außerdem bieten sie nicht nur einen optischen Reiz, sondern auch Schutz und Versteckmöglichkeiten für die Tiere. Etwa 70 Prozent des Bodens sollten bepflanzt sein. Wer sich auf ein bestimmtes „Aquarien-Thema“ – beispielsweise ein Biotop-Becken – festlegen möchte, kann damit den natürlichen Lebensraum einer bestimmten Region widerspiegeln.

Problem Algen?

Sie gehören eindeutig zu den wohl unliebsamsten Gästen im Aquarium. Doch Algensporen finden sich in jedem Becken, denn mit Pflanzen, dem Transport neuer Fische oder dem Lebendfutter werden sie ins Becken eingeschleppt. Tatsächlich sind Algen, zählen sie auch zu den größten Konkurrenten der Wasserpflanzen, im Aquarium kein Problem, sofern bei der Aquarienpflege einige Grundregeln beachtet werden. Die Bedingungen im Becken sind dabei ausschlaggebend, ob Algen eine Chance haben, sich zu entwickeln und damit unter Umständen die Lebensumstände für Pflanzen und zukünftiger Fische verschlechtern. Wer dem Algenwuchs im Aquarium entgegen wirken möchte, plant seinen Besatz gleich mit sogenannten Algenfressern. Denn für Zwerg- und Harnischwelse, Apfelschnecken, Garnelen sowie siamesische Saugschmerlen und Rüsselbarben sind Algen eine natürliche wie wichtige Nahrungsgrundlage. Der Mensch kann den Tieren jedoch unter die Flossen fassen, indem er bspw. die Scheiben mit einem Algen Magnet regelmäßig reinigt.

Ein Zuhause zum Wohlfühlen

Neben den Pflanzen setzen Elemente wie Wurzeln und Steine interessante Akzente. Klassiker sind Sandsteine für Felsaufbauten, Schiefersteine als flache Terrassen oder Korkrinde, um Schläuche zu tarnen. Jeder Innenarchitekt einer Unterwasserwelt muss bei der Planung der zukünftigen Fischwohnung stets auch die Bedürfnisse der Fische beachten: Denn das Zuhause soll nicht nur schick aussehen, auch die Bewohner sollen sich vor allem wohlfühlen und artgerecht leben können. Aber Vorsicht: Ob Kies, Höhlen, Gesteinsarten, Pflanzen oder versunkenes Schiff, jede Dekoration muss für Fische unbedenklich sein und scharfe Kanten sind tabu. Ein Stöbern im Shop für Aquarium Dekoration ist daher die sicherste Variante.

Technische Helfer

Ist das Aquarium eingerichtet, das Wasser eingefüllt, gehen zum guten Schluss die Geräte, wie Filter und Beleuchtung ans Netz. Ob bei der Aquarium Technik alle Geräte einwandfrei funktionieren, wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Über eine Zeitschaltuhr lässt sich die Beleuchtung dosieren, denn angelehnt an die Gegebenheiten der Natur mit ihrem Tag- und Nachtrhythmus, werden auch die künstlichen Lichtverhältnisse im Becken angepasst.

Juwel Aquarium

(Quelle: HTJ 119/18, geändert)

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